Bezirkspokalfinale: Akt in 30 Sätzen

Manuel Dischinger (links) bei seinem ersten Spiel (Foto: Köppen)Gestern Abend stand das Finale im Bezirkspokal in der 2. Kreisklasse an. Gastgeber war der Styrumer TV, der aktuell in der 3. Kreisklasse ungeschlagen auf dem 1. Platz steht. Teile der Mannschaft hatte aber letztes Jahr noch zwei Klassen höher gespielt. Das sollte sich auch schnell zeigen.

In Mülheim-Styrum erwartete uns eine kleine vereinseigene Halle mit Parkettfußboden, dem Charme der 70-ziger Jahre und angeschlossenem Vereinsheim. Irgendwie fühlte man sich gleich heimelig und stellte fest: Sowas bräuchte man auch. Kalt war es auch nicht wirklich in der Halle. Unterstützt wurde das durch die zwei großen, grünen Vorhänge, die die Halle von dem Geräteraum trennten. Immer wenn sich der Vorhang bewegte, war man geneigt zu schauen, wer da nun kommen mag. Bei einem Theaterstück kann man das nicht besser inszenieren. Zum Spiel.

Guter Start und ein unglücklich verlorenes Spiel

Die ersten beiden Spiele bestritten Uwe Keuchel und Manuel Dischinger gleichzeitig an den beiden Tischen. Beide gewannen die ersten beiden Sätze, so dass es schnell nach einer 2:0-Führung aussah. Weit gefehlt. Die Gastgeber konnten in beiden Spielen ausgleichen. Manuel Dischinger hatte im vierten Satz bei 10:7 sogar drei Matchbälle, verlor aber den Satz noch mit 11:13. Danach konnte sich sein Gegner mit 11:7 durchsetzen. Uwe Keuchel dagegen konnte nach zwei verlorenen Sätzen den fünften Satz für sich entscheiden und holte den Ausgleich.

Das dritte Spiel von Günther Greifenstein war von Taktik geprägt. Beide waren im Schupf-Spiel sehr sicher und lauerten auf den Fehler des anderen. Nur: der kam auf beiden Seiten nicht wirklich oft vor. So versuchte Günther Greifenstein mit Topspin-Bällen über seine Vorhandseite seinen Gegner unter Druck zu setzten. Das gelang oft, aber genauso häufig kamen sehr gute Konter zurück. Den ersten Satz verlor er mit 10:12, den Zweiten gewann er mit 11:8. Danach hatte sich sein Gegner besser eingestellt und die beiden folgenden Sätze gingen mit 5:11 und 4:11 verloren, was wieder einen Rückstand bedeutete.

Das Doppel sollte vom Spielverlauf ähnlich laufen wie die vorherigen Spiele. Keine der beiden Teams konnte sich richtig absetzen. So entschieden einzelne gute Punkte bzw. die Anzahl der leichten Fehler die Sätze. Den ersten Satz verloren Uwe Keuchel und Günther Greifenstein mit 7:11, den Zweiten konnten sie mit 11:7 gewinnen. Da die Sätze Drei und Vier mit 9:11 bzw. 10:12 (bei vorherigen Satzball) verloren gingen, war der Rückstand von 1:3 nach Spielen leider Realität. Jetzt mussten alle drei folgenden Spiele gewonnen werden.

Uwe Keuchel und Manuel Dischinger machen es wieder spannend

Auf Rheinländer Seite tat sich Uwe Keuchel in seinem zweiten Einzel nur im ersten Satz schwer, den er mit 8:11 verlor. Danach spielte er taktisch besser, versuchte aber weiterhin die Initiative zu übernehmen – was ihm auch gelang. So gewann er die folgenden drei Sätze (11:8, 11:6, 11:7) und verkürzte den Rückstand. Manuel Dischinger hat in seinem zweiten Match verhältnismäßig keine größeren Probleme und gewann glatt in drei Sätzen. Jetzt musste das letzte Spiel entscheiden.

Viel Taktik und eine starke Rückhand

Die rund 30 Zuschauer, darunter 16 von Rheinland, kamen voll auf ihre Kosten. Günther Greifenstein versuchte nun den entscheidenden vierten Punkt für Rheinland zu holen. Danach sah es im ersten Satz nicht aus, da es sein Gegner immer wieder gut verstand, mit seiner Rückhand Druck auszuüben. So ging der Satz mit 6:11 verloren. Nach einer Umstellung des Spiels in Richtung Vorhand des Gegners lief der zweite Satz sehr gut. Diesen gewann er mit 11:2. Der dritte Satz war schon wieder bedeutend enger. Diesen konnte Günther Greifenstein ebenfalls mit 12:10 gewinnen. Der vierte Satz sollte ebenfalls sehr spannend werden. Dort konnte er einen Rückstand von 5:9 wettmachen und sich sogar einen Matchball erspielen, der aber durch einen guten Rückhandball des Gegners gekontert wurde. Der Satz ging mit 12:10 an die Gastgeber. Der letzte Satz ging mit 11:8 an die Styrumer, die sich damit den Bezirkspokal holten.

Das gesamte Spiel war auf beiden Seiten definitiv eines Finales würdig. Beide Mannschaften spielten voll am Limit. Mit 30 von maximal 35 möglichen Sätzen ging es fast nicht mehr spannender. Letztendlich bestand für die Rheinländer mehrfach die Möglichkeit, das Spiel vorher zu entscheiden. Mit dem Styrumer TV geht der Bezirkspokal aber ohne Zweifel an einen berechtigten Gewinner.

[Spielbericht]

Weitere Bilder:
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